Invasive Arten in Europa: Neuer Fonds soll Ausbreitung früh stoppen

Löwenfische in der Adria, Amerikanische Ochsenfrösche in belgischen Feuchtgebieten oder Waschbären an der österreichisch-tschechischen Grenze: Invasive Arten breiten sich auch in Europa weiter aus und können heimische Ökosysteme empfindlich stören. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN verursachen sie allein in Europa jährlich Schäden und Folgekosten von geschätzt 28 Milliarden US-Dollar. Entscheidend ist deshalb, neue Eindringlinge möglichst früh zu erkennen – bevor sie sich dauerhaft etablieren.
Genau hier setzt ein neuer europäischer Schnellreaktionsfonds an. Die ersten 20 Projekte in neun Ländern versuchen invasive Arten zu stoppen, solange ihre Bestände noch klein sind. In Kroatien entfernen Taucher Löwenfische aus wertvollen Meeresschutzgebieten, in Belgien werden Ochsenfrösche mit Umwelt-DNA aufgespürt, und an der Grenze zwischen Österreich und Tschechien sollen Waschbären aus zwei Schutzgebieten entfernt werden, in denen unter anderem bodenbrütende Vögel und Wildkatzen vorkommen. Auch invasive Pflanzen werden bekämpft – etwa Japanischer Staudenknöterich im österreichischen Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal. Die Botschaft der IUCN: Wer früh reagiert, kann eine biologische Invasion oft noch verhindern.





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