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Urlaub im Einklang mit der Natur: Slow Travel

  • Autorenbild: Michaela Hocek
    Michaela Hocek
  • 22. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Bewusst unterwegs zu sein kann bedeuten, die symbiotische Kraft von Aktivität und

Regeneration zu verinnerlichen. Da wir viel zu oft digital unterwegs sind, lohnt es sich, in den Ferien analoge Wege einzuschlagen.


Wie oft suchen wir zwischen den Verpflichtungen und Routinen des Alltags nach Momenten der Stille? Allzu gut kennen wir die Sehnsucht nach Leichtigkeit, Erlebnissen in intakter Natur und Entschleunigung. Am einfachsten fällt es, sie im Urlaub zu stillen. Oft beginnt sie mit der Entscheidung, auf Slow Travel und Destinationen fernab von Overtourism zu setzen und endet nicht selten mit einer Begegnung mit uns selbst. Wir haben uns umgesehen, wo sich das Reiseziel „Ort, der mich emotional berührt“ finden lässt. Fündig geworden sind wir an wunderschönen Seen, schroffen Bergen und sattgrünen Landschaften. Im Chiemgau beispielsweise wurden anlässlich des 205. Geburtstags von Sebastian Kneipp sechs Touren für Radfans und Wandernde neu entwickelt. Gefallen finden wir auch am schwedischen „Jedermannsrecht“, das Reisenden erlaubt, sich unter Berücksichtigung der Grundregel „nicht stören und nicht zerstören“ überall frei in der Natur zu bewegen und sogar zu zelten. In Südtirol und Sardinien sind wir auf Resorts gestoßen, die in üppigen Waldlandschaften zu den Wurzeln der Natur führen. Ruhe – auch im Inneren – zu finden und das Kennenlernen der Traditionen von Hirten ist in Montenegro auf sehr authentische Weise möglich.


Jahrhundertealte Bäume


Eintauchen in einen Kraftort am Rande des Ratschingser Waldes kann man in den vier Tenne Chalets für zwei bis vier Personen – gebaut aus Südtiroler Hölzern, Natursteinmauern aus Silberquarzit und mit Glasfronten, die die Natur ins Innere einladen. Ein mit Spezialitäten gefüllter Kühlschrank, der offene Kamin, der private Jacuzzi auf der Terrasse und der allgemeine Spa-Bereich mit Infinity-Pool, Saunen u.v.m. sind Garanten für eine erholsame Auszeit. Im Haupthaus der Tenne Lodges kann ausgiebig gefrühstückt oder abends à la carte im Drei-Hauben-Restaurant gegessen werden. Über das SuitePad wird auf Wunsch direkt ins Chalet geliefert.


Ratschings – Südtirol Bild: Andreas Tauber
Ratschings – Südtirol Bild: Andreas Tauber

Stressabbau in 72 Stunden


Eine Hütte aus Glas auf der einsamen schwedischen Insel Henriksholm war 2017 der Ort einer Studie namhafter Wissenschaftler. Die Untersuchungsergebnisse der Auswirkungen eines dreitägigen Aufenthalts von Menschen mit nervenaufreibenden Jobs sprechen für sich: Das Stresslevel der Teilnehmenden sank dabei um fast 70 Prozent, so Walter Osika, Stressforscher und außerordentlicher Professor am Karolinska Institut in Stockholm. Nun sind die Hütten aus Glas am See Vänern – dem größten See innerhalb der EU – auch für Touristen zugänglich. Zwei Stunden von Göteborg oder drei Stunden von Oslo entfernt öffnet sich das Tor zur Wildnis mit Badeplatz, Ruderboot, Angeln, Feuerstelle und Rucksack für alle Fälle. Gegessen wird im Speiseraum des Aktivitätszentrums oder im Glashaus.


Dalsland - Schweden Bild: Copenhagen Wilderness
Dalsland - Schweden Bild: Copenhagen Wilderness

Innere Stärke und Resilienz


Ein Aufenthalt im Mountain Retreat Center im Chiemgauer Alpenland nahe Sachrang, Aschau und der Kampenwand kommt einem Reset der eigenen Ressourcen gleich. Tägliche Yogaeinheiten, Retreats zu Themen wie Coaching, Klangarbeit, Breathwork und achtsamem Schreiben: „Rückzug mit Begegnung“ lautet das Motto des Hauses von Indigourlaub und es gibt viele Momente in den liebevoll eingerichteten Räumen, in der Sonne auf der Terrasse oder am Buffet, um ungezwungen ins Gespräch zu kommen. Das vegan-vegetarische Küchenkonzept ist auf Harmonie mit den Aktivitäten in der Natur und im Haus abgestimmt.


Chiemgau – Deutschland Bilder: Rosie Randisi Photography, Daniel Maier, bergfotografen.com
Chiemgau – Deutschland Bilder: Rosie Randisi Photography, Daniel Maier, bergfotografen.com

Architektur und Atmosphäre


Der Charme der zweitgrößten Insel des Mittelmeers entspringt ihrer Vielschichtigkeit: Wilde Berglandschaften treffen auf weiße Sandstrände, bizarre Felsküsten auf kristallklares Wasser. „The Thinking Traveller“, ein Reiseanbieter, der 2002 von Rossella Beaugié und Huw Beaugié gegründet wurde und enge, partnerschaftliche Beziehungen zu den Eigentümern pflegt, bietet hier exklusiv kuratierte Villen an: im Nordosten „Salinedda Six“ mit weitem Blick auf Capo Coda Cavallo und die Insel Ruia sowie „I Corbezzoli“, entworfen vom Architekten Savin Couëlle, dessen Handschrift die architektonische Sprache der Costa Smeralda prägt. Im Süden „Maria“ und „Lia“, eingebettet in gewachsene Gärten nahe Santa Margherita di Pula.


Sardinien – Italien Bild: TTT Sardinia Collection
Sardinien – Italien Bild: TTT Sardinia Collection

Stille Bergwildnis


Die meisten Menschen assoziieren die südosteuropäische Balkanhalbinsel mit der UNESCO-Welterbestadt Kotor und der Adriaküste Montenegros. Für Wanderer, Naturfotografen, Ornithologen und Outdoorfans ist der Naturpark Komovi mit seinen schroffen Gipfeln, Bergweiden und Hochseen eine faszinierende Destination, die sowohl einfache Panoramawege als auch anspruchsvollere Bergtouren wie jene auf den Gipfel Kučki Kom (2.487 Meter) zu bieten hat. Auf der Themenroute „Between Two Lakes“ wird man mit Legenden, historischen Überlieferungen und kulturellen Besonderheiten bekannt. Man trifft auf saisonale Bergsiedlungen von Hirtenfamilien, sogenannte Katun, und erlebt eine einzigartige traditionelle Form des Berglebens – mit einfachen Berghäusern und regionaler Küche.


Naturpark Komovi – Montenegro Bild: AUZP
Naturpark Komovi – Montenegro Bild: AUZP

Naturpark Komovi – Montenegro Bild: AUZP
Naturpark Komovi – Montenegro Bild: AUZP

 
 
 

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