top of page

Victoria Perisa im Interview über Bewusstsein

  • Autorenbild: Lisa Gutzelnig
    Lisa Gutzelnig
  • 25. Juli
  • 8 Min. Lesezeit

Wie die Berliner Unternehmerin mit ihrer Frequenzakademie

Menschen dabei begleitet, innere Klarheit, Selbstverantwortung und ein neues Bewusstsein für das eigene Sein zu entwickeln.


Wenn man mit Victoria Perisa über ihre Frequenzakademie spricht, spürt man sofort, dass diese Frau für ihre Arbeit brennt. Doch es ist nicht die Art von Begeisterung, die überzeugen oder gar missionieren möchte. Vielmehr entsteht im Gespräch mit ihr das Gefühl, sich an etwas zu erinnern, das man tief in sich eigentlich schon immer wusste.

Victoria Perisa verbindet in ihrer Akademie tiefgehendes Mindset-Coaching mit intuitiver Energiearbeit und schafft damit einen Raum für echte Erinnerung, innere Klarheit und bewusste Transformation. In ihrer Arbeit geht es nicht darum, Menschen zu „reparieren“ oder Probleme endlos zu analysieren. Vielmehr begleitet sie Menschen dabei, sich wieder mit ihrem ursprünglichen Bewusstsein zu verbinden.


Sie vertritt die Überzeugung, dass jeder Mensch bereits alles in sich trägt, was er sucht. Durch die Verbindung von Verstand, Energie und Bewusstsein unterstützt sie ihre Klientinnen und Klienten dabei, sich neu auszurichten, ihre eigene Wahrheit zu erkennen und ein Leben zu erschaffen, das ihrer eigenen, inneren Frequenz entspricht. Und genau das funktioniert nicht ganz ohne Radikalität. Mit der Frequenzakademie hat Victoria Perisa längst weit mehr als nur eine Plattform für persönliche Entwicklung geschaffen. Die enorme Resonanz auf ihre Arbeit zeigt, wie sehr sich Menschen nach echter Verbindung, innerer Freiheit und einem neuen Bewusstsein sehnen. Die Berlinerin gilt heute als eine der spannendsten Stimmen im modernen Coaching im deutschsprachigen Raum. Für unser Interview haben wir sie auf Mallorca getroffen und mit ihr über Erfolg, Bewusstsein und die Kraft gesprochen, die aus einem erwächst, wenn man zurück zu seiner Wahrheit und zu seinem wahren Sein gelangt.


Victoria Perisa - Mediale Mentorin, Unternehmerin, Yogalehrerin und Gründerin der Frequenzakademie. Bild: Christoph Kassette,
Victoria Perisa - Mediale Mentorin, Unternehmerin, Yogalehrerin und Gründerin der Frequenzakademie. Bild: Christoph Kassette,

Liebe Frau Perisa, Ihre größte Leidenschaft ist es, Menschen zurück in ihre Wahrheit und ihr wahres Sein zu begleiten. Was bedeutet dieses „wahre Sein“ für Sie konkret?

Das wahre Sein ist das, was übrig bleibt, wenn ich aufhöre, mich mit allem zu identifizieren, was ich gelernt habe zu sein. Es ist kein Zustand, den ich erreiche. Es ist das, was ich bereits bin. Bevor der Verstand anfängt zu erzählen, wer ich sein sollte, was fehlt oder was noch geheilt werden muss. Wir sind so konditioniert, uns über unsere Geschichte, unsere Leistungen, unsere Rollen zu definieren. Das ist das Menschenspiel, das wir alle spielen. Aber darunter liegt etwas, das unberührt ist. Ich bin nicht meine Geschichte, nicht meine Prägungen, nicht meine Vergangenheit. Ich bin das Bewusstsein, das all das beobachtet. Und dieses Bewusstsein ist vollkommen. Das war es immer.


Eine sehr konkrete Aussage von Ihnen, nach der Sie auch coachen, ist: „Du bist die Quelle“. Was bedeutet das genau im Alltag eines Menschen, der zum Beispiel gerade mitten im Lebenschaos, im Schmerz oder im Stress steckt?

Chaos ist ein Weckruf zur Erinnerung. Er entsteht aus dem Glauben an die Trennung, der Illusion, dass wir getrennt sind von dem, was wir uns wünschen, von dem, was wir brauchen, von dem, wer wir wirklich sind. Aus der Perspektive von Bewusstsein gibt es nur göttliche Ordnung. Denn die Realität ist nicht die Ursache deines Zustands, sie ist das Ergebnis. Materie folgt Geist, nicht umgekehrt. „Du bist die Quelle“ bedeutet im Alltag: Du entscheidest, wer du bist, unabhängig davon, was du gerade siehst. Das klingt radikal, und das ist es auch. Es ist die radikalste Form von Eigenverantwortung, die ich kenne. Nicht „wie verändere ich meine Umstände?“, sondern „wer entscheide ich jetzt zu sein?“ Materie ist das Echo deiner Entscheidungen, bewusst oder unbewusst, über dich und die Welt.


In Ihren Coachings geht es unter anderem um die Idee, dass wir unsere Realität als „Schöpferquelle“ aktiv gestalten. Wie erklären Sie sich konkret den Zusammenhang zwischen Quantenphysik und menschlichem Bewusstsein – und wo liegt für Sie die Grenze zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und Spiritualität?

Die Quantenphysik zeigt uns, dass der Beobachter die beobachtete Realität beeinflusst, dass Materie auf Ebene der kleinsten Teilchen nicht „fest“ ist, sondern reinstes Potenzial. Das ist keine Esoterik, das ist Physik. Was ich tue, ist diese Erkenntnis konsequent zu Ende zu denken: Wenn Bewusstsein Materie beeinflusst, dann ist das Bewusstsein die primäre Kraft, nicht die äußere Realität. Und ehrlich gesagt sind Wissenschaft und Spiritualität selbst Konzepte, die wir als Menschen erfunden haben, um uns zu verstehen und zu erleben. Beides ist wertfrei. Wir wählen einfach, worin wir uns erfahren möchten. Wo die Wissenschaft aufhört, beginnt für mich nicht der Glaube, sondern die direkte Erfahrung. Und die ist letztlich das Einzige, was zählt. Ich habe es selbst erlebt, und ich erlebe es täglich mit den Menschen, mit denen ich arbeite.


Sie haben vor Ihrer Tätigkeit als mediale Coachin erfolgreich als Designerin in der Modebranche gearbeitet. Was hat Sie persönlich dazu bewegt, sich von einer stark ästhetisch geprägten Welt abzuwenden und stattdessen auf eine tiefere Suche nach Bewusstsein und innerer Wahrheit zu gehen?

Ich war gut in dem, was ich tat. CMO, Head of Design, eigenes Label. Von außen sah es nach Erfolg aus. Und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, mich in etwas zu bewegen, das nicht wirklich meins war. Was ich heute verstehe: Es war das Ego in seiner reinsten Form. Eine große Angst vor Bewertung meiner wirklichen Fähigkeiten, ein tiefer Wunsch nach Anerkennung, und genau das war der Punkt. Die Suche im Außen nach Bestätigung, die nie wirklich satt macht. Egal, wie viel Erfolg, wie viel Anerkennung, dieses Gefühl von Leere und „Nicht-erfüllt-Sein“ bleibt, solange wir versuchen, ein inneres Bedürfnis durch äußere Dinge zu befriedigen.


Zurück zur eigenen Wahrheit - Victoria Perisa begleitet Menschen dabei, sich wieder mit ihrem ursprünglichen Bewusstsein zu verbinden. Bild: CDA Verlag GmbH
Zurück zur eigenen Wahrheit - Victoria Perisa begleitet Menschen dabei, sich wieder mit ihrem ursprünglichen Bewusstsein zu verbinden. Bild: CDA Verlag GmbH

Viele Menschen erleben aktuell sehr herausfordernde Zeiten und leiden unter realem emotionalem Schmerz. Im Coaching liegt der Fokus oft stärker auf dem „Hier und Jetzt“ und auf unmittelbarer Veränderung durch Bewusstsein, anstatt auf einer längerfristigen Aufarbeitung wie in der Psychotherapie. Besteht aus Ihrer Sicht die Gefahr, dass dadurch vergangene schmerzhafte Erfahrungen relativiert oder gar ausgeblendet werden?

Das ist eine wichtige Frage. Nein, aber ich verstehe, warum die Frage entsteht. Was ich tue, ist nicht, Schmerz wegzureden oder zu ignorieren. Ich sage nicht: „Das war nicht schlimm.“ Ich sage: „Du bist größer als das.“ Es gibt einen Unterschied zwischen Verdrängen und Transzendieren. Verdrängen bedeutet, etwas nicht anzuschauen. Was ich begleite, ist das genaue Gegenteil: vollständig hinschauen, und dann erkennen, dass du nicht diese Erfahrung bist. Du bist das Bewusstsein, das diese Erfahrung gemacht hat. Und dieses Bewusstsein ist unberührt. Hermes Trismegistos schrieb einst: „Was gebunden ist, kann gelöst werden, doch nur, wenn erkannt wird, dass es nie wirklich gefesselt war.“ Das trifft es für mich sehr genau. Das Ego liebt Trauma und Drama. Denn solange du dich „heilen“ willst, bleibst du jemand, der etwas „durchmachen“ muss. Trauma ist das Festhalten an der Geschichte des Schmerzes. Aber es gibt keine Verletzung im Geist. Nur im Traum des Körpers. Das, was du wirklich bist, war nie betroffen. Das ist keine Relativierung von Schmerz. Das ist die tiefste Form von Würde, die ich einem Menschen anbieten kann.


Bild: Christoph Kassette
Bild: Christoph Kassette

Was verändert sich praktisch im Leben eines Menschen, sobald er diese Wahrheit, dass er das göttliche Selbst ist, nicht nur versteht, sondern wirklich anerkennt, lebt und auch in diesem Wissen bleibt – woran erkennt man das?

Es ist eigentlich ganz unspektakulär, und genau das ist das Zeichen. Es gibt keine große Dramatik mehr. Keine endlosen inneren Debatten, kein „Aber was, wenn...?“. Die Person trifft Entscheidungen aus einem ruhigen, klaren Ort heraus, weil sie weiß, dass die Materie das Spielfeld ist und sie die Regeln bestimmt, durch die Entscheidung des ICH BIN. Sie braucht keine äußere Bestätigung mehr, um zu wissen, wer sie ist. Sie ist weniger reaktiv, nicht, weil sie unterdrückt, sondern weil sie weiß, dass das Außen nur ein Spiegel ist. Und sie hat eine bestimmte Art von Leichtigkeit. Nicht die Leichtigkeit, die man sich erkämpft hat, sondern die, die entsteht, wenn man aufgehört hat, sich mit dem Menschen, der Geschichte und der Materie zu identifizieren, und stattdessen durch die Brille des Bewusstseins schaut.


Ein sehr zentraler Satz von Ihnen heißt „Materie folgt Geist“. Könnten Sie noch einmal genauer beschreiben, was damit gemeint ist?

Wir sind so konditioniert zu glauben, dass die äußere Welt die Ursache unseres inneren Zustands ist. Dass wir uns besser fühlen, sobald das Konto voll ist, die Beziehung stimmt, der Körper gesund ist. Aber es funktioniert genau umgekehrt. Dein Bewusstsein, also wer du glaubst zu sein, wie du dich entscheidest zu sein, das ist die Ursache. Die äußere Realität ist die Konsequenz deiner Entscheidung. Eigentlich erlebst du alles zweimal: zuerst im Geiste, und dann als Konsequenz dieser Entscheidung in der Materie. Materie folgt Geist bedeutet: Verändere nicht zuerst dein Leben, um dich anders zu fühlen. Entscheide, wer du bist, und dein Leben beginnt, das zu spiegeln. Das ist kein positives Denken. Das ist Physik.


Bei den Retreats auf Mallorca verbinden sich mediale Bewusstseinsarbeit und körperorientierte Praxis. Bild: Christoph Kassette,
Bei den Retreats auf Mallorca verbinden sich mediale Bewusstseinsarbeit und körperorientierte Praxis. Bild: Christoph Kassette,

Was sind Ihrer Meinung nach die besonderen Heilkräfte der Natur? Und welche Beziehung haben Sie persönlich zur Natur?

Die Natur erinnert uns, ohne Worte. Sie existiert einfach, sie kämpft nicht gegen sich selbst an, sie versucht nicht, eine bessere Version von sich zu werden. Ein Baum zweifelt nicht daran, ob er genug Baum ist. Die Natur fragt nicht, sie ist, ganz selbstverständlich. Das klingt simpel, aber es ist tiefgründig. In der Natur fällt die Identifikation mit dem Verstand leichter ab, weil sie uns einfach sein lässt. Das Meer ist für mich zum Beispiel Spiegel und Stille zugleich. Es erinnert mich an das, was ich bin: unendlich, immer in Bewegung, und gleichzeitig vollkommen still in der Tiefe.


Bis vor Kurzem haben Sie die Frequenzakademie gemeinsam mit Ihrer Mutter geführt, die als Psychotherapeutin auch viele Jahre Ihre persönliche Mentorin war und ist. Was war das Essenziellste, das Sie von ihr lernen durften – sowohl auf fachlicher als auch auf persönlicher Ebene?

Meine Mutter ist Psychotherapeutin und war viele Jahre meine persönliche Mentorin. Das Wertvollste, was sie mir mitgegeben hat, ist die Fähigkeit, wirklich zuzuhören, nicht um zu antworten, sondern um zu verstehen. Die richtigen Fragen zu stellen, hinter die Fassade zu schauen. Auf persönlicher Ebene kann ich sagen: Sie hat mich schon immer in meinen größten Träumen unterstützt. Nie ein „Das geht nicht“, sondern immer „Mach das, was dich glücklich macht, egal, was es kostet, wir finden einen Weg.“ Dafür bin ich unendlich dankbar. Ich kann stundenlang mit ihr debattieren, denken, erfinden, kreativ sein. Und dann haben wir es einfach gemacht, nicht, weil es einfach war, sondern weil es keine andere Option gab. Egal, was es kostet. Und irgendwie hat es immer funktioniert. Sie hat mir gezeigt, dass Tiefe und Wärme keine Gegensätze sind. Dass man klare Haltung haben und gleichzeitig vollkommen präsent und offen sein kann. Sie bleibt eine der Menschen, von denen ich am meisten gelernt habe, was es bedeutet, wirklich präsent zu sein.


Worin sehen Sie die besonderen Stärken von Coaching, und wo liegt aus Ihrer Sicht der Unterschied zu psychotherapeutischen Sitzungen? Was kann Coaching leisten, was Therapie nicht so gut abdeckt?

Therapie hat ihren absolut wichtigen Platz. Alles ist neutral. Alles, was wir wahrnehmen und lernen, sind neutrale Bewusstseinsinformationen, wertfrei. Therapie arbeitet oft mit der Geschichte des Menschen, mit dem Verstehen und Einordnen von Erfahrungen. Das ist wertvoll. Coaching ist für mich oft ein Motivationstool, auch das hat seinen Platz. Auch das wertfrei. Was ich tue, nenne ich Mentoring. Ich setze an einem anderen Punkt an: nicht bei der Geschichte, sondern bei der Identität. Ich frage nicht „Was ist passiert?“, ich frage „Wer bist du, jenseits von allem, was passiert ist?“ Ich begleite bei der Erinnerung in die Selbstermächtigung, halte diesen Raum, durchschaue deine Geschichten für dich, bis du es selbst kannst. Und ich bleibe an deiner Seite bei der neuen Wahl, wie du dich erleben möchtest, ohne dass der Verstand dich zurück ins Alte holen kann. Mentoring in meinem Verständnis ist kein Reparaturbetrieb. Es ist ein Raum der Erinnerung. Und manchmal hilft beides, erst stabilisieren, um dann den Raum für eine neue Perspektive einnehmen zu können.


Neben den 1:1-Coachings bieten Sie auch sehr erfolgreich Retreats in Deutschland und auf Mallorca an. Welche Vision verfolgen Sie mit der Frequenzakademie, und wo sehen Sie sich und Ihre Arbeit in den kommenden Jahren?

Ich möchte, dass die Frequenzakademie ein Ort ist, an dem Menschen aufhören, sich selbst zu suchen, weil sie erkennen, dass sie nie verloren waren. In Form von Online-Mentoring-Programmen, Retreats, 1:1-Mentorings, YouTube-Videos. Da bin ich ganz frei und folge dem, wie ich mich selbst gerade erleben möchte. Und ich möchte zeigen, dass ein Mensch, der weiß, wer er ist, kein Programm braucht, das ihn rettet, sondern einen Spiegel, der zeigt, was schon immer da war.

 
 
 

Kommentare


bottom of page