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Ameisen isolieren Kranke: Was wir von ihrem Verhalten lernen können

  • Autorenbild: Lisa Gutzelnig
    Lisa Gutzelnig
  • 22. Mai
  • 1 Min. Lesezeit

In Ameisenstaaten hat der Schutz der Gemeinschaft höchste Priorität. Die Insekten reagieren daher äußerst konsequent auf Krankheitsrisiken innerhalb ihrer Kolonie.

Während viele Tiere versuchen, Krankheitssymptome zu verbergen, senden infizierte Ameisenpuppen ein chemisches Signal aus, das ihre Artgenossen auf die Gefahr aufmerksam macht. Dieses Signal zeigt an, dass die betroffene Puppe schwer infiziert ist und die Kolonie gefährden könnte.


Wie die Evolutionsbiologin Sylvia Cremer erklärt, muss ein solches Signal besonders präzise funktionieren: Es soll alle tatsächlich infizierten Puppen identifizieren, ohne gesunde Individuen zu gefährden.


Die Arbeiterameisen reagieren darauf mit einer drastischen Maßnahme. Zunächst öffnen sie die Hülle der betroffenen Puppe, indem sie kleine Löcher hineinbeißen. Anschließend tragen sie Ameisensäure auf – ihr natürliches antimikrobielles Gift. Dadurch werden die Krankheitserreger im Inneren abgetötet. Die Puppe selbst überlebt diesen Prozess jedoch nicht. bit.ly/hn3-ameise



 
 
 

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